Einspeiser

Sie beabsichtigen, eine Anlage zur Erzeugung von elektrischem Strom zu errichten und an unser Verteilungsnetz anzuschließen?

Die für das Anschluss- und Einspeisebegehren Ihrer Erzeugungsanlage benötigten Antragsunterlagen sowie alle wichtigen Informationen rund um die Vermarktung Ihrer erzeugten Energie können Sie den Beiträgen auf dieser Seite entnehmen. Darüber hinaus klären wir Sie im Rahmen des Netzsicherheitsmanagements über die Rechte unserer Einspeise-Kunden sowie über die Rechte der Strom- und Gasnetz Wismar GmbH bezüglich der Erhaltung der Sicherheit unseres Stromnetzes auf.

Für einen ersten Kontakt nutzen Sie gern auch unser Kontaktformular


Antragsunterlagen

Nachfolgend stellen wir Ihnen Formblätter und Checklisten für Anschluss- und Einspeisebegehren für Erzeugungsanlagen zur Verfügung:

Checkliste Erzeugungsanlagen (EZA) bis zu 30 kW

Checkliste Erzeugungsanlagen (EZA) größer 30 kW

Datenblatt Photovoltaikanlage (PVA)

Datenblatt Blockheizkraftwerk (BHKW) und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWKA)

Anmeldung zum Netzanschluss

Anmeldung Inbetriebsetzung für Erzeugungsanlagen

Formular zur Anzeige der Inbetriebnahme

Anzeige/Antrag des Probebetriebs von Erzeugungsanlagen (EZA)

Datenblatt Speichersystem Niederspannung

Erläuterung Speichersystem Niederspannung

Sie beabsichtigen eine Anlage zur Erzeugung von elektrischem Strom zu errichten und an unser Verteilungsnetz anzuschließen?

Dabei kann die Anlage bzw. der erzeugte Strom in den Anwendungsbereich unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen fallen. Zu unterscheiden sind hierbei:

Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt unter anderem den Anschluss von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien und Grubengas sowie die Abnahme und Vergütung dieses Stroms durch die Netzbetreiber sowie den bundesweiten Ausgleich. Zu den regenerativen Energien zählen Wasser-, Wind- und solare Strahlungsenergie, Geothermie, Deponie- und Klärgas sowie Biomasse.

Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der KWK

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) regelt die Abnahme und Vergütung von Strom aus KWK-Anlagen, die auf Basis von Steinkohle, Braunkohle, Abfall, "Abwärme", Biomasse, gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen betrieben werden. Des Weiteren regelt es die Zuschlagszahlungen für den Neu- und Ausbau von Wärmenetzen.

Unter Kraft-Wärme-Kopplung versteht man die gleichzeitige Umwandlung des eingesetzten Energieträgers in elektrische Energie und in Nutzwärme in einer ortsfesten technischen Anlage, z.B. Blockheizkraftwerk oder Brennstoffzelle. Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung erhöht die Ausnutzung von eingesetzten Brennstoffen, indem der Anteil der Wärme, der z.B. über die Turbine-Generator-Einheit nicht in Strom umgewandelt werden kann, als Nutzwärme abgeführt wird. Wärmenetze im Sinne des KWKG sind Einrichtungen zur leitungsgebundenen Versorgung mit Wärme, die eine horizontale Ausdehnung über die Grundstücksgrenze des Standorts der einspeisenden KWK-Anlage hinaus haben und an die als öffentliches Netz eine unbestimmte Anzahl von Abnehmenden angeschlossen werden kann.

 

Es gelten die Technischen Anschlussbedingungen der E.DIS Netz GmbH für den Anschluss der Erzeugungsanlagen an das Netz.

Referenzpreisblatt zur Ermittlung vermiedener Netzentgelte

Nachfolgend finden Sie das Referenzpreisblatt zur Ermittlung vermiedener Netzentgelte nach § 18 Abs. 2 StromNEV gemäß Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG).

 

Referenzpreisblatt zur Ermittlung vermiedener Netzentgelte

Anlagenbetreiberwechsel

Sollten Sie einen Betreiberwechsel Ihrer Erzeugungsanlage beabsichtigen, bitten wir Sie, uns folgendes Formular ausgefüllt zukommen zu lassen.

 

Formular Anlagenbetreiberwechsel

Haftungsausschluss

Da trotz aller Sorgfalt die Vollständigkeit und Fehlerfreiheit der veröffentlichten Daten und Texte nicht garantiert werden kann, ist, soweit gesetzlich zulässig, eine diesbezügliche Haftung der Strom- und Gasnetz Wismar GmbH ausgeschlossen. Die Strom- und Gasnetz Wismar GmbH behalten sich das Recht vor, nachträgliche Änderungen der Daten vorzunehmen, wenn dies zu Korrekturzwecken erforderlich sein sollte.


Direktvermarktung von EEG-Strom

 

Nach der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vom 1. Januar 2017 gibt es die folgenden Veräußerungsformen gemäß § 21b EEG 2017:

 

1. Marktprämie§ 20 EEG 2017
2. Einspeisevergütung§ 21 Abs. 1 Nr. 1 EEG 2017
3. Ausfallvergütung§ 21 Abs. 1 Nr. 2 EEG 2017
4. sonstige Direktvermarktung§ 21a EEG 2017

 

Für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gibt es für den eingespeisten Strom folgende mögliche Veräußerungsformen gemäß § 4 KWKG 2016:

 

1. Für neue, modernisierte und nachgerüstete

KWK-Anlagen > 100 kWel:

a) Direktvermarktung§ 4 Abs. 1 KWKG 2016

2. Für neue, modernisierte und nachgerüstete

KWK-Anlagen ≤ 100 kWel

a) Direktvermarktung§ 4 Abs. 2 KWKG 2016
b) kaufmännische Abnahme durch Netzbetreiber§ 4 Abs. 2 KWKG 2016

 

Wechsel der Veräußerungsform nach § 21b EEG 2017 und Anmeldung zur Direktvermarktung

Wir können eine fristgerechte Anmeldung nur gewährleisten, wenn Sie den Wechsel in die Direktvermarktung nach dem EEG spätestens vor Beginn des jeweils vorangegangenen Kalendermonats bei dem Netzbetreiber anzeigen (zum Beispiel gewünschter Beginn der Direktvermarktung im März 2017, späteste Meldung bis 31. Januar 2017).

Bitte beachten Sie, dass Sie auch bei bereits bestehender Direktvermarktung eine Änderung der Direktvermarktungsform, eine Änderung der prozentualen Anteile oder bei einem gewünschten Wechsel zurück in die EEG-Vergütung dies bis vor Beginn des vorangegangenen Monats bei uns melden müssen.

Der Anmeldeprozess sieht vor, dass seit dem 01.10.2013 die Einspeisermeldungen an unsere EDIFACT-Kommunikationsadresse stromnetz@edi.stadtwerke-wismar.de zu senden sind.

Sollten Sie noch keine aktualisierten Stammdaten besitzen, so bitten wir Sie, diese durch eine sogenannte ORDERS-Anfrage ab dem 01.10.2013 über unsere EDIFACT-Adresse stromnetz@edi.stadtwerke-wismar.de abzufragen.

Für die Anmeldung von Bilanzkreiswechseln, die Erstzuordnung von Neuanlagen und die Rückzuordnung von Altanlagen können (ausschließlich) Anlagenbetreiber folgendes Formular nutzen:

 

Anmeldung zur Direktvermarktung

 

Dazu lassen Sie uns bitte das ausgefüllte Formular per per Email an das Postfach direktvermarktung@sg-wismar.de zukommen.

 

Fernsteuerbarkeit § 20 Abs. 2 bis 4 EEG 2017

Die Fernsteuerbarkeit durch Dritte ist eine Voraussetzung zur Inanspruchnahme der Marktprämie.

Die Fernsteuerbarkeit für Neuanlagen ist nach § 20 Abs. 1 Satz 2 EEG 2017 bis zum zweiten Monat nach Inbetriebnahme der Anlage zu erfüllen.

Für den erforderlichen Nachweis stellen wir ein standardisiertes Formular "Erklärung zur Fernsteuerbarkeit nach § 20 EEG 2017 zur Erfüllung der Voraussetzungen für den Anspruch auf Zahlung der Marktprämie" zur Verfügung.

Achtung: Bitte prüfen Sie vor der Anmeldung zur Direktvermarktung, ob die folgenden Punkte erfüllt werden:

 

Die Anlage ist mit einer technischen Einrichtung im Sinne des § 20 Abs. 2 (EEG 2017) ausgestattet, mit der ein Direktvermarktungsunternehmer oder eine andere Person, an die Strom veräußert wird, jederzeit …
1.… die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen kann
2.… die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert regeln kann

 

Ihr Kontaktdatenblatt mit EDIFACT-Adresse für die 1:1 Marktkommunikation legen Sie bitte vor der Anmeldung vor.

 

Erklärung zur Fernsteuerbarkeit

Ihr Ansprechpartner
B. Sc. Philipp Wendt
E-Mail: einspeisung@sg-wismar.de


Netzsicherheitsmanagement

Die Strom- und Gasnetz Wismar GmbH ist nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz berechtigt, unmittelbar oder mittelbar an ihr Stromnetz angeschlossene Anlagen der erneuerbaren Energien, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und Grubengasanlagen zu regeln, soweit andernfalls im jeweiligen Netzbereich ein Netzengpass entstünde. Die betroffenen Anlagenbetreiber sind im Falle einer Regelung zu informieren.

Die hier veröffentlichten Daten wurden mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und zur Darstellung aufbereitet. Dennoch können insbesondere Erfassungs- und Übertragungsfehler sowie eine unvollständige Zulieferung seitens Dritter nicht ausgeschlossen werden. Die Strom- und Gasnetz Wismar GmbH behält sich daher eine Änderung der veröffentlichten Daten ausdrücklich vor und übernimmt für deren Richtigkeit insoweit keine Gewähr. Werden auf der Grundlage der veröffentlichten Daten Dispositionen getroffen, die beim Verwender oder bei Dritten zu Schäden führen, scheidet eine entsprechende Haftung der Strom- und Gasnetz Wismar GmbH aus.

Alle abgeschlossenen Maßnahmen finden Sie im folgenden Dokument.

Abgeschlossene Maßnahmen zur Netzsicherheit

Habe ich Anspruch auf Entschädigung?

Können Sie Ihre Anlage unter den veröffentlichten Regelungen eindeutig identifizieren, gilt es im nächsten Schritt zu prüfen, ob Sie einen Anspruch auf Entschädigungszahlung nach § 15 EEG 2017 geltend machen können. Bei der Regelung einer Anlage hat der Netzbetreiber per Gesetz die Pflicht, die Unterscheidung zwischen einer entschädigungspflichtigen EEG-Maßnahme (z.B. Netzengpass aufgrund zu hoher Einspeisung der Erneuerbaren Energien während eines noch nicht abgeschlossenen Netzausbaus) und einer nicht entschädigungspflichtigen EnWG-Maßnahme (z.B. Netzengpass aufgrund von Wartung oder Instandhaltung) vorzunehmen.

Im Falle einer Regelung gemäß § 14 EEG 2017 steht dem Anlagenbetreiber eine Entschädigung zu. Bei entschädigungspflichtigen Vorgängen melden Sie sich bitte bei dem im Folgenden genannten Ansprechpartner. Dieser wird das weitere Vorgehen mit Ihnen abstimmen.

Ihr Ansprechpartner
B. Sc. Philipp Wendt
E-Mail: einspeisung@sg-wismar.de