Einspeiser

Sie beabsichtigen, eine Anlage zur Erzeugung von elektrischem Strom zu errichten und an unser Verteilungsnetz anzuschließen?

Die für das Anschluss- und Einspeisebegehren Ihrer Erzeugungsanlage benötigten Antragsunterlagen sowie alle wichtigen Informationen rund um die Vermarktung Ihrer erzeugten Energie können Sie den Beiträgen auf dieser Seite entnehmen. Darüber hinaus klären wir Sie im Rahmen des Netzsicherheitsmanagements über die Rechte unserer Einspeise-Kunden sowie über die Rechte der Strom- und Gasnetz Wismar GmbH bezüglich der Erhaltung der Sicherheit unseres Stromnetzes auf.

Für einen ersten Kontakt nutzen Sie gern auch unser Kontaktformular.



Anmeldung Ihrer Erzeugungsanlage

Nachfolgend stellen wir Ihnen Formblätter und Checklisten für die Anmeldung Ihrer Erzeugungsanlage zur Verfügung. Bitte stellen Sie uns die Unterlagen spätestens zu den in den Checklisten genannten Zeitpunkten vollständig zur Verfügung.

Nach Eingang der Antragsunterlagen (Punkt I in den Checklisten) werden diese durch uns mit einer Bearbeitungszeit von höchstens 8 Wochen geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung erteilen wir Ihnen eine Anschlusszusage sowie eine Mitteilung über den Anschlusspunkt.

Sind alle Unterlagen vollständig vorhanden und ist die Anlage betriebsbereit, werden wir mit Ihnen einen Termin zur Inbetriebsetzung und zur Montage/zum Wechsel der Messeinrichtung(en) abstimmen.

Für die Anmeldung eines Stromspeichers verwenden Sie bitte folgende Unterlagen:

Antrag Stromspeicher

Erläuterungen Datenblatt Speicher

Fragebogen EEG-Umlage

Anlagenbetreiberwechsel

Sollten Sie einen Betreiberwechsel Ihrer Erzeugungsanlage beabsichtigen, bitten wir Sie, uns folgendes Formular ausgefüllt zukommen zu lassen.

 

Formular Anlagenbetreiberwechsel

Registrierungspflichten

Marktstammdatenregister

Am 1. Juli 2017 ist die Marktstammdatenregisterverordnung in Kraft getreten. Das neu ein- geführte Marktstammdatenregister löst so das PV-Melderegister und das Anlagenregister ab.

Anlagenbetreiber müssen sich und Ihre Neu- und Bestandsanlagen sowie sich ggf. ändernde Daten im Marktstammdatenregister hinterlegen. Die Frist für die Registrierung von Neuanlagen und die Hinterlegung von Änderungen beträgt einen Monat nach Eintreten des jeweiligen Ereignisses. Anlagen, die vor dem 1. Juli 2017 in Betrieb genommen wurden, müssen bis zum 30. Juni 2019 registriert werden. Nach Hinterlegung der jeweiligen Daten werden diese durch die Strom- und Gasnetz Wismar GmbH überprüft. Die Registrierung und Aktualisierung der Daten ist Voraussetzung für die Zahlung der vollen Vergütung.

Das Webportal des Marktstammdatenregisters wurde jedoch nicht rechtzeitig fertiggestellt. Eine Anmeldung ist voraussichtlich erst ab Sommer 2018 möglich. Informationen zu den bis dahin geltenden Vorschriften für Registrierungen finden Sie auf der Website der Bundesnetzagentur sowie im folgenden Dokument.

 

MaStR Infoschreiben

 

Zulassung einer KWK-Anlage

Gemäß § 10 des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWKG 2016) ist die Voraussetzung für die Auszahlung des KWK-Zuschlags eine Zulassung der KWK-Anlage durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Zulassung Ihrer Anlage können Sie nach der Inbetriebsetzung auf der Website des BAFA beantragen.  Bitte lassen Sie uns die Erteilung der Zulassung durch das BAFA zukommen, damit wir den KWK-Zuschlag an Sie auszahlen können.

Referenzpreisblatt zur Ermittlung vermiedener Netzentgelte

Für die Ermittlung der vermiedenen Netzentgelte wird ab dem 1. Januar 2018 ein Referenzpreisblatt herangezogen. Die Auszahlung vermiedener Netzentgelte erfolgt sowohl für die vermiedene Arbeit als auch – bei leistungsgemessenen Erzeugungsanlagen – für die vermiedene Leistung mit den Preisen für eine Benutzungsstundenzahl von ≥ 2.500 h aus dem Referenzpreisblatt der jeweils der Anschlussebene vorgelagerten Netzebene.

Für Erzeugungsanlagen, die eine Vergütung nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) erhalten, sind die vermiedenen Netzentgelte Bestandteil des Vergütungssatzes; es erfolgt keine separate Auszahlung an den Anlagenbetreiber.

Bei Bestandsanlagen mit volatiler Erzeugung (Stromerzeugung aus Wind und solarer Strahlungsenergie) mit Inbetriebnahme vor dem 1. Januar 2018 werden die im Referenzpreisblatt ausgewiesenen Preise im Jahr 2018 um ein Drittel und im Jahr 2019 um zwei Drittel reduziert. Ab dem Jahr 2020 entfallen die vermiedenen Netzentgelte. Neuanlagen mit volatiler Erzeugung mit Inbetriebnahme ab dem 1. Januar 2018 erhalten ebenfalls keine vermiedenen Netzentgelte.
Auf die geleisteten Vergütungszahlungen für volatile Anlagen an den Anlagenbetreiber hat die Reduzierung bzw. Abschaffung der vermiedenen Netzentgelte keinen Einfluss. Die vermiedenen Netzentgelte werden zwischen dem Verteilnetzbetreiber und dem Übertragungsnetzbetreiber verrechnet.

Für nicht volatile Erzeugungsanlagen erfolgt die Auszahlung vermiedener Netzentgelte ohne Reduzierung, jedoch ausschließlich für Erzeugungsanlagen mit Inbetriebnahme vor dem 1. Januar 2023. Nicht volatile Erzeugungsanlagen mit Inbetriebnahme ab dem 1. Januar 2023 erhalten keine vermiedenen Netzentgelte mehr. 
Nachfolgend finden Sie das Referenzpreisblatt zur Ermittlung vermiedener Netzentgelte nach § 18 Abs. 2 StromNEV gemäß Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG).

Nachfolgend finden Sie das Referenzpreisblatt zur Ermittlung vermiedener Netzentgelte nach § 18 Abs. 2 StromNEV gemäß Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG).

 

Referenzpreisblatt zur Ermittlung vermiedener Netzentgelte

Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt unter anderem den Anschluss von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien und Grubengas sowie die Abnahme und Vergütung dieses Stroms durch die Netzbetreiber sowie den bundesweiten Ausgleich. Zu den regenerativen Energien zählen Wasser-, Wind- und solare Strahlungsenergie, Geothermie, Deponie- und Klärgas sowie Biomasse.

Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der KWK

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) regelt die Abnahme und Vergütung von Strom aus KWK-Anlagen, die auf Basis von Steinkohle, Braunkohle, Abfall, "Abwärme", Biomasse, gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen betrieben werden. Des Weiteren regelt es die Zuschlagszahlungen für den Neu- und Ausbau von Wärmenetzen.

Unter Kraft-Wärme-Kopplung versteht man die gleichzeitige Umwandlung des eingesetzten Energieträgers in elektrische Energie und in Nutzwärme in einer ortsfesten technischen Anlage, z.B. Blockheizkraftwerk oder Brennstoffzelle. Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung erhöht die Ausnutzung von eingesetzten Brennstoffen, indem der Anteil der Wärme, der z.B. über die Turbine-Generator-Einheit nicht in Strom umgewandelt werden kann, als Nutzwärme abgeführt wird. Wärmenetze im Sinne des KWKG sind Einrichtungen zur leitungsgebundenen Versorgung mit Wärme, die eine horizontale Ausdehnung über die Grundstücksgrenze des Standorts der einspeisenden KWK-Anlage hinaus haben und an die als öffentliches Netz eine unbestimmte Anzahl von Abnehmenden angeschlossen werden kann.

Es gelten die Technischen Anschlussbedingungen der E.DIS Netz GmbH für den Anschluss der Erzeugungsanlagen an das Netz.

Haftungsausschluss

Da trotz aller Sorgfalt die Vollständigkeit und Fehlerfreiheit der veröffentlichten Daten und Texte nicht garantiert werden kann, ist, soweit gesetzlich zulässig, eine diesbezügliche Haftung der Strom- und Gasnetz Wismar GmbH ausgeschlossen. Die Strom- und Gasnetz Wismar GmbH behalten sich das Recht vor, nachträgliche Änderungen der Daten vorzunehmen, wenn dies zu Korrekturzwecken erforderlich sein sollte.

Ihr Ansprechpartner
B. Sc. Philipp Wendt
E-Mail: einspeisung@sg-wismar.de


Direktvermarktung von EEG-Strom

Nach der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vom 1. Januar 2017 gibt es die folgenden Veräußerungsformen gemäß § 21b EEG 2017:

 

1. Marktprämie§ 20 EEG 2017
2. Einspeisevergütung§ 21 Abs. 1 Nr. 1 EEG 2017
3. Ausfallvergütung§ 21 Abs. 1 Nr. 2 EEG 2017
4. sonstige Direktvermarktung§ 21a EEG 2017

 

Für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gibt es für den eingespeisten Strom folgende mögliche Veräußerungsformen gemäß § 4 KWKG 2016:

 

1. Für neue, modernisierte und nachgerüstete

KWK-Anlagen > 100 kWel:

a) Direktvermarktung§ 4 Abs. 1 KWKG 2016

2. Für neue, modernisierte und nachgerüstete

KWK-Anlagen ≤ 100 kWel

a) Direktvermarktung§ 4 Abs. 2 KWKG 2016
b) kaufmännische Abnahme durch Netzbetreiber§ 4 Abs. 2 KWKG 2016

 

Wechsel der Veräußerungsform nach § 21b EEG 2017 und Anmeldung zur Direktvermarktung

Wir können eine fristgerechte Anmeldung nur gewährleisten, wenn Sie den Wechsel in die Direktvermarktung nach dem EEG spätestens vor Beginn des jeweils vorangegangenen Kalendermonats bei dem Netzbetreiber anzeigen (zum Beispiel gewünschter Beginn der Direktvermarktung im März 2017, späteste Meldung bis 31. Januar 2017).

Bitte beachten Sie, dass Sie auch bei bereits bestehender Direktvermarktung eine Änderung der Direktvermarktungsform, eine Änderung der prozentualen Anteile oder bei einem gewünschten Wechsel zurück in die EEG-Vergütung dies bis vor Beginn des vorangegangenen Monats bei uns melden müssen.

Der Anmeldeprozess sieht vor, dass seit dem 01.10.2013 die Einspeisermeldungen an unsere EDIFACT-Kommunikationsadresse stromnetz@edi.stadtwerke-wismar.de zu senden sind.

Sollten Sie noch keine aktualisierten Stammdaten besitzen, so bitten wir Sie, diese durch eine sogenannte ORDERS-Anfrage ab dem 01.10.2013 über unsere EDIFACT-Adresse stromnetz@edi.stadtwerke-wismar.de abzufragen.

Für die Anmeldung von Bilanzkreiswechseln, die Erstzuordnung von Neuanlagen und die Rückzuordnung von Altanlagen können (ausschließlich) Anlagenbetreiber folgendes Formular nutzen:

 

Anmeldung zur Direktvermarktung

 

Dazu lassen Sie uns bitte das ausgefüllte Formular per per Email an das Postfach direktvermarktung@sg-wismar.de zukommen.

 

Fernsteuerbarkeit § 20 Abs. 2 bis 4 EEG 2017

Die Fernsteuerbarkeit durch Dritte ist eine Voraussetzung zur Inanspruchnahme der Marktprämie.

Die Fernsteuerbarkeit für Neuanlagen ist nach § 20 Abs. 1 Satz 2 EEG 2017 bis zum zweiten Monat nach Inbetriebnahme der Anlage zu erfüllen.

Für den erforderlichen Nachweis stellen wir ein standardisiertes Formular "Erklärung zur Fernsteuerbarkeit nach § 20 EEG 2017 zur Erfüllung der Voraussetzungen für den Anspruch auf Zahlung der Marktprämie" zur Verfügung.

Achtung: Bitte prüfen Sie vor der Anmeldung zur Direktvermarktung, ob die folgenden Punkte erfüllt werden:

 

Die Anlage ist mit einer technischen Einrichtung im Sinne des § 20 Abs. 2 (EEG 2017) ausgestattet, mit der ein Direktvermarktungsunternehmer oder eine andere Person, an die Strom veräußert wird, jederzeit …
1.… die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen kann
2.… die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert regeln kann

 

Ihr Kontaktdatenblatt mit EDIFACT-Adresse für die 1:1 Marktkommunikation legen Sie bitte vor der Anmeldung vor.

 

Erklärung zur Fernsteuerbarkeit

Ihr Ansprechpartner
B. Sc. Philipp Wendt
E-Mail: einspeisung@sg-wismar.de


Netzsicherheitsmanagement

Die Strom- und Gasnetz Wismar GmbH ist nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz berechtigt, unmittelbar oder mittelbar an ihr Stromnetz angeschlossene Anlagen der erneuerbaren Energien, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und Grubengasanlagen zu regeln, soweit andernfalls im jeweiligen Netzbereich ein Netzengpass entstünde. Die betroffenen Anlagenbetreiber sind im Falle einer Regelung zu informieren.

Die hier veröffentlichten Daten wurden mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und zur Darstellung aufbereitet. Dennoch können insbesondere Erfassungs- und Übertragungsfehler sowie eine unvollständige Zulieferung seitens Dritter nicht ausgeschlossen werden. Die Strom- und Gasnetz Wismar GmbH behält sich daher eine Änderung der veröffentlichten Daten ausdrücklich vor und übernimmt für deren Richtigkeit insoweit keine Gewähr. Werden auf der Grundlage der veröffentlichten Daten Dispositionen getroffen, die beim Verwender oder bei Dritten zu Schäden führen, scheidet eine entsprechende Haftung der Strom- und Gasnetz Wismar GmbH aus.

Alle abgeschlossenen Maßnahmen finden Sie im folgenden Dokument.

Abgeschlossene Maßnahmen zur Netzsicherheit

Habe ich Anspruch auf Entschädigung?

Können Sie Ihre Anlage unter den veröffentlichten Regelungen eindeutig identifizieren, gilt es im nächsten Schritt zu prüfen, ob Sie einen Anspruch auf Entschädigungszahlung nach § 15 EEG 2017 geltend machen können. Bei der Regelung einer Anlage hat der Netzbetreiber per Gesetz die Pflicht, die Unterscheidung zwischen einer entschädigungspflichtigen EEG-Maßnahme (z.B. Netzengpass aufgrund zu hoher Einspeisung der Erneuerbaren Energien während eines noch nicht abgeschlossenen Netzausbaus) und einer nicht entschädigungspflichtigen EnWG-Maßnahme (z.B. Netzengpass aufgrund von Wartung oder Instandhaltung) vorzunehmen.

Im Falle einer Regelung gemäß § 14 EEG 2017 steht dem Anlagenbetreiber eine Entschädigung zu. Bei entschädigungspflichtigen Vorgängen melden Sie sich bitte bei dem im Folgenden genannten Ansprechpartner. Dieser wird das weitere Vorgehen mit Ihnen abstimmen.

Ihr Ansprechpartner
B. Sc. Philipp Wendt
E-Mail: einspeisung@sg-wismar.de