So können Sie sparen

In den nachfolgenden Punkten haben wir wichtige Erläuterungen und Hinweise zum Thema Netzanschluss zusammengetragen. Bitte berücksichtigen Sie diese bereits bei der Planung Ihres Vorhabens.

Netzanschlüsse langfristig planen!

 

  1. Gleichzeitiges Verlegen aller Netzanschlussleitungen spart Zeit und Aufwand
  2. Entscheidend für die Höhe der Netzanschlusskosten ist die Länge der Netzanschlussleitung. Diese wird bereits bei der Planung bestimmt!
  3. Bauliche Voraussetzungen für Hauseinführungen sind vom Grundstücksbesitzer zu schaffen!
  4. Hauseinführungen haben der Norm VP 601 zu entsprechen!
  5. „VP 601“ und andere Hauseinführungen
  6. Die Wahl der Netzanschlussvariante (Strom)


Wir empfehlen Ihnen, rechtzeitig mit Ihrem Architekten über die Netzanschlüsse zu sprechen. Architekten, Fertighausanbieter oder Baubetriebe haben mit einer Vielzahl von Netzbetreibern mit jeweils unterschiedlichen technischen Lösungen zur Herstellung von Netzanschlussleitungen zu tun. Da sich die Herstellungsvarianten unterscheiden können, ist eine rechtzeitige Abstimmung über die technische Ausführung sehr wichtig.

Mit der Strom- und Gasnetz Wismar GmbH haben Sie für die Herstellung der Netzanschlüsse einen kompetenten Partner, der zusammen mit der Stadtwerke Wismar GmbH die Netzanschlüsse für Strom, Gas, Wasser und ggf. Fernwärme für Sie realisiert.


1. Gleichzeitiges Verlegen aller Netzanschlussleitungen spart Zeit und Aufwand!

Im Auftrag der Strom- und Gasnetz Wismar GmbH werden von den Stadtwerken Wismar GmbH die Netzanschlussleitungen für Strom und Erdgas hergestellt.

Bei einer koordinierten Verlegung der Netzanschlussleitungen kann auf Ihrem Grundstück in einem Leitungsgraben die Verlegung aller notwendigen Netzanschlussleitungen (Wärme und Wasser) erfolgen. Die Straße/der Gehweg muss nur einmal aufgebrochen werden.

Mit der Bereitstellung von Baustrom erfolgen die ersten Arbeiten zur Herstellung Ihrer Netzanschlussleitungen in der Straße/im Gehweg. Deshalb ist es zu diesem Zeitpunkt bereits notwendig, dass alle benötigten Netzanschlussleitungen beauftragt sind.

Die Stadtwerke Wismar GmbH empfiehlt beim Neubau von Standardanschlüssen eine Mehrspartenhauseinfürhung (MSH) zu verwenden.

Tipp 1:
Erteilen Sie Ihre Aufträge zur Herstellung der Netzanschlussleitungen bereits vor dem Baubeginn.

Tipp 2:
Planen Sie die Hauseinführungen in Ihr Haus zentral, damit die Verlegung in einem Leitungsgraben und der Einsatz der Mehrspartenhauseinführung möglich ist. Nutzen Sie dazu unseren Plan für die Funktionsflächen für Standardanschlüsse.

Funktionsflächenplan für Standardnetzanschlüsse


2. Entscheidend für die Höhe der Netzanschlusskosten ist die Länge der Netzanschlussleitung. Diese wird bereits bei der Planung bestimmt.

Bei der Verwendung einer Mehrspartenhauseinführung (MSH) hat der Bauherr die Möglichkeit, Hauseinführungen mit Leerrohren (außer Fernwärme) als Schutzrohr auszuführen. Dabei sind flexible Längen umsetzbar. Mit den Schutzrohren ist es möglich, die Anschlussleitungen auf dem kürzesten Weg unter der Grundplatte zum Anschlusspunkt (i.d.R. Straße) zu verlegen.

Die Netzanschlussleitungen ohne Schutzrohr dürfen nicht überbaut (Carport, Terrassen, etc.) und mit Bäumen und tiefwurzelnden Sträuchern überpflanzt werden. Berücksichtigen Sie dieses bei der Planung.

Tipp 3:
Berücksichtigen Sie die Lage der Hauseinführungen / Anschlussräume bereits bei der Planung so, dass die Netzanschlussleitungen so kurz wie möglich werden.

Tipp 4:
Bedenken Sie auch spätere Bauvorhaben wie Terrassen und Carport. Das Leerrohr der Hauseinführungen muss in diesen Fällen bis in den nichtüberbauten Bereich hinausragen, damit ein späterer problemloser Wechsel der Netzanschlussleitung möglich ist.

Tipp 5:
In Neubaugebieten sind oft die Netzanschlussleitungen bis auf das Grundstück vorgelegt und der Anschlusspunkt ist somit vorbestimmt. Erkundigen Sie sich bereits während Planung über die Lage der vorgelegten Netzanschlussleitungen und berücksichtigen Sie dieses bei der Standortwahl und Verlegung der Hauseinführung.


3. Bauliche Voraussetzungen für Hauseinführungen hat laut bestehender Rechtsgrundlage (AVB’s §10) der Grundstücksbesitzer zu schaffen.

Tipp 6:
Der Einbau der Hauseinführung ist die Aufgabe des Bauherrn. Berücksichtigen Sie dieses bei der Ausschreibung der Leistungen. Die nachträgliche Schaffung der Voraussetzung zur Einführung der Leitungen erzeugt zusätzliche Kosten.


4. Hauseinführungen für Gas und Wasser haben der Norm VP 601 zu entsprechen

Die VP 601 beschreibt für Gas- und Wasser-Hauseinführungen die entsprechenden Anforderungen und Prüfungen, die sich aus dem begleitenden Regelwerk ableiten bzw. den Anforderungen der Praxis ergeben. Daraus entsteht der Anspruch, dass Hauseinführungen u. a. dauerhaft schwundfrei, gas- und wasserdicht sein müssen.

Das oft als Leerrohr verwendete KG-Rohr entspricht nicht den Anforderungen der VP 601. Zur Vermeidung von Gasunfällen werden wir als Netzbetreiber deshalb keine Leerrohre aus KG-Rohr oder ähnlichem als Hauseinführungen akzeptieren.

Wir empfehlen Ihnen Mehrspartenhauseinführungen (MSH) beim Neubau von Standardhauseinführungen zu verwenden, da diese den Anforderungen der VP 601 entsprechen.

Tipp 7:

Verwenden Sie kein KG-Rohr als Leerrohr, auch wenn Ihr Baubetrieb meint „Das haben wir schon immer so gebaut".


5. „VP 601“ versus andere Hauseinführungen

Da es keinen Sinn macht, Gas- und Wasserhauseinführungen nach der VP 601 zu errichten und die unmittelbar benachbarten Hauseinführungen für die weiteren Medien „offen" zu lassen, sind an alle anderen Hauseinführungen auch die Anforderungen zur Dichtheit aus der VP 601 zu stellen.

Mehrspartenhauseinführungen (MSH) entsprechen den Forderungen des VDE-Regelwerks. Mit der MSH ist die Umsetzung des 7.Tipps problemlos möglich. Sie bietet noch weitere Vorteile bei der Grundrissplanung.

Tipp 8:

Informieren Sie sich bereits vor der Grundrissplanung über die Möglichkeiten zum Einsatz der Mehrspartenhauseinführung. Es gibt hier Sparpotentiale.


6. Die Wahl der Netzanschlussvariante (Strom)

Für die Netzanschlussleitung Strom bieten wir Ihnen neben der Standardlösung (dem Netzanschluss bis in das Gebäude) auch die Möglichkeit der Herstellung eines Netzanschlusses bis zu einer Zähleranschlusssäule (ZAS). Die Wahl ist von Ihrer individuellen Situation abhängig. Entscheidend sind die räumlichen Möglichkeiten zur Einhaltung der Abstandsmaße nach DIN 18012 und Ihre Wünsche.

Die Kabelverlegung von der ZAS bis in das Gebäude einschließlich Hauseinführung ist nicht Bestandteil unseres Angebotes! Zur Herstellung eines Leerrohres zwischen der ZAS an der Grundstücksgrenze und dem Hausanschlussraum im Gebäude bieten wir Ihnen im Fall der Verlegung von Gas- und Wasseranschlussleitungen die Möglichkeit der kostenpflichtigen Mitverlegung eines Leerrohres und der Lieferung der Hauseinführung an.

Tipp 9:
Nutzen Sie die Möglichkeit der Beratung durch Mitarbeiter der Stadtwerke Wismar GmbH.

Funktionsflächenplan für Standardnetzanschlüsse




Ihr Ansprechpartner
Herr Michael Gross

Telefon: 03841 233-458
Telefax: 03841 233-76-458
E-Mail: michael.gross@stadtwerke-wismar.de